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01.05.2026

Arktischer Frühling

Eine Reise nach Varanger und Finnisch-Lappland im März/April stand schon lange auf unserem Wunschzettel. Die Namen dieser Regionen haben einen besonderen Klang im Kreis der Natur- und Tierfotografen und sind wahre Traumziele geworden, die mit einer illustren Motivpalette aufwarten können. Doch auch hier, oder vielmehr gerade hier, vollziehen sich einschneidende Veränderungen, die ihre Ursache wohl im Klimawandel haben dürften. Dieses Jahr beispielsweise war es im März in den Wochen vor unserer Ankunft deutlich wärmer als üblich, was dazu führte, dass von der Schneeauflage (mit Ausnahme der höhergelegenen Fjällgebiete) nur noch wenig übriggeblieben war. Auch die Temperatur des Meerwassers war nach Aussage der Einheimischen einige Grad höher als sonst zu dieser Jahreszeit. Ob das der (alleinige) Grund war, dass nur noch ganz wenige Exemplare der Eis- und Scheckenten in den Hafenbecken rund um die Varanger-Halbinsel anzutreffen waren, lässt sich schwer beurteilen. Die Stars unter den nordischen Enten, die Prachteiderenten, waren schon gänzlich verschwunden und wir konnten sie gar nicht mehr in BÃ¥tsfjord und Kiberg aus den „floating hides“ heraus fotografieren. Wir hatten schon fast die Hoffnung auf die „king eiders“ aufgegeben, als wir doch noch den Tipp bekamen, dass sich bei Vardø zwei Erpel aufhalten, die sich zum Glück auch sehr kooperativ und fotogen präsentierten. 
Ein anderes Wunschmotiv war dafür etwas leichter zu realisieren als erwartet. In manchen Jahren kann man in der Gegend rund um Tana bru und Austertana mit etwas Glück die Sperbereule finden. Hier mag die geringere Schneeauflage geholfen haben, den Eulen den Zugang zur Beute zu erleichtern – jedenfalls entdeckten wir dort einige Exemplare dieser hübschen Eulenart und konnten mitunter direkt von der Straße aus zu unseren Aufnahmen kommen. In der finnischen Taiga besuchten wir schließlich auch einen der bekannten Plätze, wo die überwinternden Singvögel gefüttert werden und man ohne zu stören ausgiebig fotografieren kann. Es lohnt auch, sich die ein oder andere Nacht um die Ohren zu schlagen, v.a. wenn klarer Himmel und ausreichend Polarlicht-Aktivität vorhergesagt sind. Dieses Metier ist für uns fotografisches Neuland, und so waren wir sehr glücklich unsere ersten Nordlichter erleben und fotografieren zu können.
 
Sperbereule R5J 1738 2 web
Sperbereule R5J 0928 web
Sperbereule R5J 1326 web
Sperbereule R5T 2681 web
Sperbereule R5T 3033 web
Hakengimpel R52J 9870 web
Hakengimpel R52J 9928 2 web
Hakengimpel R52J 37884 web
Gimpel R5T 2487 2 web
Gimpel R5T 1111 web
Lapplandmeise R5T 2751 web
Meerstrandläufer R5T 5535 2 web
Dreizehenmöwe R7A 2747 2 web
Papageitaucher R5J 3573 web
Papageitaucher R5J 4483 web
Papageitaucher R7A 4139 web
Papageitaucher R5T 7592 2 web
Tordalk R5J 1908 web
Trottellumme R5J 2003 2 web
Trottellumme R5J 2661 web
Krähenscharbe R5J 2444 web
Prachteiderente R5J 5123 web
Prachteiderente R5T 1374 2 web
Prachteiderente R5J 4878 web
Prachteiderente R5J 4850 web
Scheckente R5T 4754 web
Scheckente R5J 0510 web
Scheckente R7A 2229 web
Eisente R5J 0133 web
Eisente R52J 7307 web
Eisente R52J 5949 web
Orca R5J 9140 web
Rentier R7A 0985 web
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Schneehase R7A 4928 web
Kongsfjord R5J 9364 web
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Aurora borealis R5J 5902 web
Aurora borealis R5J 5867 web
 
25.05.2025

Inselhopping

Bekanntermaßen sind wir für unsere Urlaube immer auf die Ferien angewiesen. Da gilt es gerade die Osterferien als einziges Zeitfenster im Frühling sinnvoll zu nutzen. Doch für das Osterwochenende sind auch immer die internationalen Handball-Turniere von Tims Mannschaft terminiert, dieses Mal ein Turnier in Dänemark. Was also tun, um alles unter einen Hut zu bringen? Vielleicht an die Nordsee oder die Ostsee, oder beides? Nach etwas Überlegung und Recherche fiel unsere Wahl im wahrsten Sinne des Wortes auf zwei Länder. Wenn auch keine eigenständigen Nationen, so doch zwei Vogelinseln mit klangvollen Namen, die die Herzen der Ornithologen und Vogelfotografen höherschlagen lassen: Helgoland und Öland!

Zunächst verbrachten wir sechs Tage auf Helgoland und suchten unsere Motive am Lummenfelsen, am Nordstrand, im Kurpark und auf der Düne. Das Gute an Helgoland ist, man findet eigentlich immer was zu fotografieren und weil sich stets recht viele Menschen auf vergleichsweise wenig Inselfläche tummeln, sind die Tiere an Leute gewöhnt und auch oft nicht sonderlich scheu. Am eindrucksvollsten ist das an den Basstölpel-Spots. Nach der vor einigen Jahren grassierenden Vogelgrippe haben sich die Bestände anscheinend wieder etwas erholt und es ist wieder ziemlich voll am Felsen. Allerdings auf beiden Seiten der Absperrung – bei schönem Wetter und am Wochenende drängen sich die Fotografen dicht an dicht. Sogar Workshops aus Polen und Dänemark waren extra angereist, um sich an der Tierwelt Helgolands zu erfreuen.

Nach zwei Tagen Handball-Unterbrechung in Kolding (DK) ging es am späten Nachmittag des Ostersonntag weiter in Richtung Öland. Hier ist es deutlich einsamer und beschaulicher als auf dem turbulenten Helgoland. Doch Öland ist groß, also nicht besonders breit 😊, aber dafür umso länger mit 137 km in der Nord-Süd-Ausdehnung. Hier hatten wir leider nur fünf Tage Zeit, viel zu kurz, um alles zu erkunden und lohnende Fotospots auf eigene Faust zu finden. Da traf es sich gut, dass uns diese Vorarbeit jemand abgenommen hatte, nämlich Jörg Asmus, ein mittlerweile in Schweden lebender deutscher Vogelfotograf, der vor Kurzem ein sehr informatives Buch über Vogelfotografie auf Öland veröffentlicht hat. Das Buch "Öland – ein Eldorado für Vogelfotografen" ist wirklich ein Must-Have für jeden Vogelfotografen, der nach Öland reist. So konnten wir mit vergleichsweise geringem Aufwand zwei unserer Wunscharten der Reise, den Rothalstaucher und den Ohrentaucher, sehr ansprechend auf den Chip bannen.

Basstölpel R5 1956 web
Basstölpel R5J 1111 web
Basstölpel R5J 2019 web
Basstölpel R5J 7682 web
Basstölpel R7A 3640 web
Basstölpel R5J 5654 web
Basstölpel R5J 4520 web
Basstölpel R5J 8973 web
Basstölpel R5J 6118 web
Brandseeschwalbe R5J 2741 web
Basstölpel R7A 1941 web
Basstölpel R7A 3018 web
Basstölpel R5J 4911 web
Basstölpel R5T 5999 web
Goldregenpfeifer R7A 4849 web
Goldregenpfeifer R7A 5418 web
Austernfischer R5T 7264 web
Sanderling R5T 9484 web
Seehund R7A 4830 web
Heringsmöwe R5J 3692 web
Eiderente R5J 0472 web
Eiderente R5J 0754 web
Ohrenlerche R5T 4106 web
Trauerschnäpper R5T 4950 web
Feldsperling R5J 4595 web
Bachstelze R5 3089 web
Ohrentaucher R5J 7619 web
Ohrentaucher R5J 5238 web
Ohrentaucher R5 2517 web
Ohrentaucher R5J 5588 web
Ohrentaucher R5 2595 web
Ohrentaucher R5J 5560 web
Ohrentaucher R5J 5966 web
Rothalstaucher R5J 9618 web
Rothalstaucher R5J 9291 web
Rothalstaucher R5J 9364 web
Rothalstaucher R5J 8985 web
Höckerschwan R5T 2105 web
Mittelsäger R5J 8663 web
Zwergseeschwalbe R5J 1078 web
Zwergseeschwalbe R5J 6824 web
Rotmilan R5J 0691 web